Patiententag: Allergien und Lungenprobleme


Am Samstag, den 12. September 2015, informieren Experten am Zentrum für Operative Medizin des Uniklinikums Würzburg über Krankheitsbilder und neue Behandlungsmöglichkeiten von allergischen Atemwegserkrankungen. Anlass ist der 18. Deutsche Lungentag, der unter dem Motto „Gute Nachrichten für Allergiker?“ steht.

In vielen Fällen beeinträchtigen Allergien die Atmung. Häufig werden die Schleimhäute gereizt und durch allergische Reaktionen kann es zu zum Teil massiven Atembeschwerden kommen. Die Medizin arbeitet seit Jahren an effektiven und verträglichen Präventions- und Therapiemöglichkeiten. Vor diesem Hintergrund stellt der Verein Deutscher Lungentag e.V. seinen diesjährigen bundesweiten Aktionstag unter das Motto „Gute Nachrichten für Allergiker?“. Das Universitätsklinikum Würzburg (UKW) beteiligt sich daran mit einer kostenfreien Patientenveranstaltung. Am Samstag, den 12. September 2015, können Interessierte ab 9:00 Uhr in der Magistrale des Zentrums für Operative Medizin (ZOM) des UKW an der Oberdürrbacher Straße ihre Lungenfunktion messen lassen und das Ergebnis mit Experten besprechen. Weitere Stände bieten ergänzende Informationen an.

Vier Expertenvorträge im ZOM-Hörsaal
Um 10:00 Uhr startet im benachbarten Hörsaal eine Reihe von Vorträgen. Privatdozent Dr. Heinz-Theodor Pelzer, Leiter des Schwerpunkts Pneumologie an der Medizinischen Klinik und Poliklinik I des UKW, referiert über Symptome, Formen und Therapiemöglichkeiten von Asthma bronchiale, der häufigsten chronischen Krankheit bei Kindern. Doch auch Erwachsene leiden unter den anfallsartig auftretenden Atembeschwerden. Auslöser ist eine Überempfindlichkeit der Atemwege – mit verschiedenen Ursachen.
Anschließend beschreibt Prof. Steffen Kunzmann von der Würzburger Universitäts-Kinderklinik, wie es zu Allergien kommt und was man dagegen tun kann. Er gibt dabei Antworten auf Fragen wie: Sind Allergien vererbbar? Mein Kind hustet immer wieder, hat es dann schon Asthma? Was bringt ein Urlaub im Gebirge oder am Meer? Und gibt es in der medikamentösen Therapie nichts außer Kortison?
Dr. Monika Böske und Dr. Doris Götz vom Ambulanten Schulungszentrum Würzburg zeigen auf, wie wichtig es ist, gerade jugendliche Asthma-Patienten und deren Familie aktiv in die Therapie einzubinden. Das Schulungszentrum vermittelt dem Alter des Kindes angepasste Techniken der Selbstwahrnehmung, hilft beim Erkennen einer Verschlechterung im Verlauf, demonstriert die korrekte Anwendung der verschiedenen Medikamente und übt das Verhalten im Notfall.
Als letzter Referent der Vortragsserie spricht Dr. Pius Jung vom Schwerpunkt Pneumologie der Medizinischen Klinik I des UKW über Allergische Alveolitis. Hierbei handelt es sich um eine allergische Entzündung des Lungengewebes, ausgelöst durch das wiederholte Einatmen von sehr kleinen organischen Stäuben, wie zum Beispiel Schimmel, Holzstaub oder dem Staub von Vogelfedern, gegen die der Betroffene sensibilisiert ist.
Der Patienteninformationstag am Uniklinikum Würzburg endet gegen 12:30 Uhr.